Tradition verpflichtet

Wer in Indien zum “Tata-Clan” gehört, von dem wird einfach geschäftlicher Spürsinn erwartet. Firmenpleiten, Fehlinvestitionen und Ausrutscher auf öffentlichem Parkett wären gefundenes Fressen für die indische Boulevardpresse. Doch bereits in der fünften Generation sind die Tatas immer noch die “First Family of Indian Business”- und wird von den Aufsteigern aus den 90ern wohl auch kaum verdrängt werden. Der Name “Tata” mag uns hier nicht sehr geläufig sein, in Indien kennt ihn jedes Kind; Tata ist für Indien wie Krupp, Thyssen, Siemens und Porsche für Deutschland zusammen. Um so erstaunlicher, dass dieser schwerfällige Konzern, der sich in fast allen Branchen tummelt, mit dem Wandel der Zeit mithalten konnte und heute ebenso für Mobilfunk und IT consulting wie für Tee, Stahl und Chemie steht. Dahinter steht seit 1991 (nachdem J.R.D Tata das Unternehmen 52 Jahre lang geführt hatte) Ratan Tata, “der Schweigsame”, der allerdings, wenn er was sagt, genau so viel Gehör in Indien bekommt wie Alan Greenspan in den USA. Damit auch im deutschsprachigen Raum (gerade in der derzeitig proklamierten “Manager-Krise”) man Notiz von diesem Mann mit durchaus vorbildlichem Wirken nimmt, hat ihm der Tagesspiegel ein ausführliches Porträt gewidmet.
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5 Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. coco sagt:

    Echt gute Seite, macht super Spass hier zu lesen. Interessante Artikel, die gut geschrieben sind. Hoffe bald mehr von Euch;-)

  2. luisieta sagt:

    Freue mich diesen Blog gefunden zu haben, finde die Artikel echt sehr gut geschrieben. Werde mich die nächsten Tage, hier richtig Einlesen und meinen Senf dazu geben. Hoffe, daß noch mehr gute Artikel hier folgen.

  3. Philipp sagt:

    Ich denke, diese Familie steht enorm unter Druck und wird wohl eine Menge Feinde haben, wenn sie so einflussreich ist.

  4. unnikuttan sagt:

    Ja ein top manager in indien. Tatas haben des indischen Gedanken des corporate philanthropy und corporate social responsibility stark geprägt und haben Dinge wie Gesundheit und Sicherheitsstandards oder Entlohnungssysteme für Mitarbeiter freiwillig angeboten, welche später in die Gesetzgebung aufgenommen wurden. So ne Art vorbildunternehmen.

    Du hast nen schönen Blog. weiter so.:)

  5. Olaf Platzner sagt:

    So ein interessanter Artikel, echt. Was es doch alles so gibt in anderen Ländern und Kulturen.

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